Bonner Querschnitte 03/2015 Ausgabe 339

Zurück

afem nennt sich in „Evangelischer Arbeitskreis für Mission, Kultur und Religion“ um

(Bonn, 19.01.2015) Die Mitgliederversammlung des zur Evangelischen Allianz in Deutschland gehörenden und die Schweizer und Österreicher Allianzen mit repräsentierenden Arbeitskreises für evangelikale Missiologie (Opens external link in new windowwww.missiologie-afem.de) hat mit großer Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen, den Verein in „Evangelischer Arbeitskreis für Mission, Kultur und Religion“ umzubenennen. Der Namensänderung waren zwei Aufrufe des Vorstandes an alle Mitglieder vorausgegangen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Wie der Vorsitzende des Vereins, Thomas Schirrmacher, mitteilte, wolle der Verein mit dem Wechsel betonen, dass er sich in seinem Missionsverständnis in einer großen evangelischen Tradition sehe. Deswegen werde in wenigen Wochen auch eine vom afem-Vorstandsmitglied Friedemann Knödler herausgegebene, moderne Ausgabe der Evangelischen Missionslehre von Gustav Warneck (1834-1910), dem Vater der modernen Missionswissenschaft, erscheinen. Außerdem gleiche man sich so dem Namen der Mutterorganisation, der Evangelischen Allianz in Deutschland, an.

Auf den Begriff „Missiologie“, so Schirrmacher, wolle man im Vereinsnamen verzichten, weil er im Englischen wie im Deutschen immer weniger verwendet würde, während es sich vor 30 Jahren um einen aufstrebenden Begriff gehandelt habe. Mit der neuen Bezeichnung „Mission, Kultur und Religion“ könne man Außenstehenden besser vermitteln, dass das Studium der Kulturen und Religionen ein wichtiger und selbstständiger Teil jeder Beschäftigung mit der Weltmission sei. Eine inhaltliche Neuausrichtung sei mit der neuen Bezeichnung nicht verbunden.

Die Mitgliederversammlung fand im Rahmen der Jahrestagung „Eschatologie und Mission“ des afem im Forum Wiedenest statt. Das besondere Format der Tagung verzichtete auf längere Vorträge von Fachleuten, sondern bot zahlreiche Kurzbeiträge an, die dann in Tischgruppen und plenar intensiv diskutiert wurden. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer waren Studierende und Absolvierende evangelikaler Ausbildungsstätten, darunter vor allem Studierende der gastgebenden Biblisch-Theologischen Akademie Wiedenest. Die Vorträge wurden weitgehend von „Young Professionals“, Studierenden vor oder nach ihrem Masterabschluss, gehalten, die die Themen ihrer Beiträge selbst gewählt hatten.

Der afem gibt eine viermal jährlich in einer Auflage von 1.000 Exemplaren erscheinende missionswissenschaftliche Fachzeitschrift und fünf Buchreihen „edition afem“ heraus. Die Umbenennung beziehungsweise Anpassung der Namen für Zeitschrift und Buchreihen soll jetzt zur Diskussion gestellt werden.

Zum afem gehören Professoren der Missionswissenschaften, Dozenten aus dem Bereich Mission, Kultur und Religionen und globales Christentum, aber auch viele forschende Missionare und ehemalige Missionare, die sich auch weiterhin an der Diskussion beteiligen wollen. Der afem versteht sich vor allem als Gesprächsplattform für aktuelle Themen, daneben aber auch als Erforscher der Missionsgeschichte. So wird sich die nächste Jahrestagung 2016 auf St. Chrischona dem Erbe und der Aktualität von Hudson Taylor widmen. Daran werden sich viele der auf Taylor zurückgehenden Missionsgesellschaften beteiligen, vor allem der Schweizer Zweig der von Taylor als „China Inland Mission“ gegründeten Überseeischen Missionsgemeinschaft. Die Tagung wird zusammen mit dem zur Schweizerischen Evangelischen Allianz gehörigen Arbeitsgemeinschaft für biblisch erneuerte Theologie (Opens external link in new windowwww.afbet.ch) durchgeführt.

 

Downloads:

·        Initiates file downloadFoto Thomas Schirrmacher

·        Initiates file downloadLogo Überseeische Missionsgemeinschaft

Dokumente

BQ0339.pdf