Bonner Querschnitte 13/2020 Ausgabe 631

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Schirrmacher besucht Gedenkhalle in Nanjing (China)

Gedenkhalle für die Opfer des Massakers in Nanjing durch japanische Invasoren

(Bonn, 28.02.2020) Der Präsident der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Thomas Schirrmacher, hat die Memorial Hall für die Opfer des Massakers der japanischen Invasoren 1937/1938 in Nanjing (China) besucht.

Führer zur Memorial Hall in Nanjing (China) © BQ/Thomas SchirrmacherDie Protokolle der Kriegsverbrecher nach dem 2. Weltkrieg belegen mindestens 200.000 ermordete Zivilisten und Kriegsgefangene. Heutige Schätzungen gehen von 300.000 Opfern aus. Mindestens 20.000 Mädchen und Frauen wurden vergewaltigt. Dabei gingen die Soldaten zumeist systematisch von Haus zu Haus. Das Massaker begann mit der Eroberung Nanjings am 13. Dezember 1937 und dauerte sechs bis sieben Wochen.

In Japan wurde erst seit den 1970er Jahren über das Massaker diskutiert. Nachdem es zunächst meist geleugnet oder heruntergespielt wurde, belegten schließlich nicht nur Augenzeugenberichte japanischer Soldaten, sondern auch die Archive der japanischen Armee die ungeheuerlichen und geplanten Grausamkeiten.

Die Gedenkhalle für die Opfer des Massakers von Nanjing durch japanische Invasoren ist ein Museum zur Erinnerung an diejenigen, die beim Massaker von Nanjing durch die kaiserlich-japanische Armee in und um die damalige Hauptstadt Chinas, Nanjing, getötet wurden. Es befindet sich in der südwestlichen Ecke von Nanjing, bekannt als Jiangdongmen, in der Nähe eines Ortes, an dem Tausende von Leichen begraben wurden und der „Grube der zehntausend Leichen“ genannt wird.

Die Nanjing-Gedenkhalle wurde 1985 gebaut und 1995 renoviert und erweitert. Die Gedenkstätte stellt historische Aufzeichnungen und Objekte aus und veranschaulicht anhand von Architektur, Skulpturen und Videos, was während des Nanjing-Massakers geschah. Viele historische Gegenstände wurden von japanischen Mitgliedern einer japanisch-chinesischen Freundschaftsgruppe gespendet, die auch einen Garten auf dem Museumsgelände gestiftet hat. Die Gedenkstätte nimmt eine Gesamtfläche von etwa 28.000 Quadratmetern ein, darunter etwa dreitausend Quadratmeter Gebäudegrundfläche.


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