Bonner Querschnitte 15/2007 Ausgabe 44

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„Sachsen bleibt in Sachsen“ funktioniert

MBS zieht positive Bilanz in Chemnitz und Berlin

Theo Lehmann hält Vorlesung zur Evangelisation

(Bonn, 15.10.2007) Mit mindestens 13 Studenten geht das Studienzentrum Chemnitz des Martin Bucer Seminars diesen Herbst in sein erstes volles Studienjahr. Davon kommen über drei Viertel aus Sachsen, nämlich aus Dresden, Leipzig, dem Erzgebirge und dem Vogtland. Die Studenten sind zwischen 21 und 39 Jahre alt und je zur Hälfte männlich und weiblich. Der gemeindliche Hintergrund reicht von landeskirchlichen Gemeinden bis zu den Jesus Freaks. Bei der Eröffnung im Februar 2007 hatte der Rektor des Seminars, Prof. Dr. Thomas Schirrmacher (Bonn), als Motto „Sachsen bleibt in Sachsen“ ausgegeben. Es ginge vor allem darum, erfahrene Christen der Region eine Ausbildungsalternative vor Ort anzubieten, um einen brain-drain und Abwanderung in die alten Bundesländer zu verhindern.

Studienleiter Carsten Friedrich (Mitte) mit Pfr. Klaus Vogt (Vorstand des regionalen MBS-Trägerkreises; links) und Heilsarmee-Kapitän Frank Heinrich (Vorsitzender des regionalen IGW-Beirates, rechts) vor dem Luthersaal, in dem die Eröffnungsvorlesung statt

Die Vorsitzenden des regionalen Vorstands des Seminars, Pfr. Klaus Vogt und Thomas Schneider (idea-Ost) sehen sich in diesem Ziel bestätigt. Einige der Studenten hätten konkret vorgehabt, für ihre Ausbildung abzuwandern, und blieben nun den Gemeinden vor Ort erhalten. Auch würden etliche Bibelschulabsolventen die Gelegenheit nutzen, sich theologisch fortzubilden. Der erste Student war etwa der Leiter einer Jesus Freak Gemeinde, der als Streetworker in der Diakonie arbeitet und regional in der Jugendarbeit engagiert ist. Er wollte sich an einem theologischen Seminar in den alten Bundesländern bewerben, entschied sich aber schließlich für berufsbegleitendes Studium am MBS und kann so seinen Dienst in Gemeinde und Region weiter tun.

Zudem habe sich, so der Vorstand weiter, die Entscheidung für Chemnitz geographisch bewährt, weil so nicht nur Städter in Leipzig oder Dresden ein Angebot erhielten, sondern auch die klassischen Erweckungsgebiete auf dem Land im Erzgebirge und dem Vogtland.

Auch am Studienzentrum Berlin finden sich Studenten aus den neuen Bundesländern, die in Ost-Berlin Gemeindegründungsarbeit leisten und so der Region erhalten bleiben. Dass noch junge Berliner Studienzentrum verzeichnet derzeit großen Zulauf, genaue Zahlen werden erst im November feststehen.

In Chemnitz kooperiert das Martin Bucer Seminar mit dem im September neu eröffneten Chemnitzer Studienzentrum des Instituts für Gemeindebau und Weltmission (IGW – Zürich/Essen) durch die gemeinsame Teilnahme der Studenten an den angebotenen Vorlesungen und durch einen gemeinsamen Studienleiter, den Chemnitzer Carsten Friedrich.

Vorlesungen des Chemnitzer Studienzentrums des Martin Bucer Seminars finden mit Billigung des Landeskirchenamtes im „Luthersaal“ der Evangelisch-Lutherischen Lutherkirchgemeinde Chemnitz statt. Die Dozenten stammen sowohl aus dem Pool von MBS und IGW, als auch aus der Region. So unterrichtet Pfr. Klaus Vogt über den Heiligen Geist und eine spezielle Reihe zum Thema Evangelisation will Erfahrungen der Region fruchtbar machen. Der bekannte frühere Jugendevangelist Pfr. Dr. Theo Lehmann führt in das Fach „Evangelisation“ ein, Uwe Heimowski, Gera, vom regionalen Beirat des IGW wird über „persönliche Evangelisation“ sprechen und der Heilsarmeekapitän und frühere Chemnitzer Allianzvorsitzende Frank Heinrich wird das Wesen „sozialdiakonischer Evangelisation“ darstellen.

Das Ausbildungsangebot stößt auf große Unterstützung anderer evangelikaler Leiter der Region, so des „Chemnitzer Missionsringes“, einem Pfarrer- und Leiterkreis für Chemnitz, des „Vogtländischen Leiterkreises“ unter Leitung von Pfr. Gunther Geipel und mehrerer örtlicher Evangelischer Allianzen.


Downloads:

  • Initiates file downloadKurzvorstellung Studienzentrum Chemnitz
  • Initiates file downloadKontaktkarte Martin Bucer Seminar, SZ Chemnitz und SZ Berlin
  • Initiates file downloadFoto Carsten Friedrich
  • Initiates file downloadFoto Vertreter regionale Trägerkreise: Studienleiter Carsten Friedrich (Mitte) mit Pfr. Klaus Vogt (Vorstand des regionalen MBS-Trägerkreises; links) und Heilsarmee-Kapitän Frank Heinrich (Vorsitzender des regionalen IGW-Beirates, rechts) vor dem Luthersaal, in dem die Eröffnungsvorlesung stattfand.
  • Initiates file downloadFoto Eröffnung des Studienzentrums

Dokumente

BQ0044_01.pdf