Bonner Querschnitte 21/2007 Ausgabe 51

Zurück

Neue Zürcher Zeitung bespricht „Hitlers Kriegsreligion“

Neue Dissertation stößt in der Schweiz auf größeres Interesse als in Deutschland

(Bonn, 07.01.2008) Die Neue Zürcher Zeitung hat das neue Hitlerbild der Dissertation „Hitlers Kriegsreligion“ (vgl. Opens external link in new windowBQ 38a / Opens external link in new windowBQ 38b) begrüßt. Hitlers Weltanschauung und Praxis sei tatsächlich erheblich von religiösen Vorstellungen mitgeprägt worden. Sein messianisches Selbstverständnis werde mit der großen Zahl der Quellen eindeutig erhärtet.

Der Rezensent Helmut Zander tritt allerdings in eine Kontroverse mit Schirrmacher über die Frage ein, inwiefern Hitlers Naturreligion wirklich nur ein Gegenentwurf zur christlichen Religion war und inwiefern er sich auch aus der Tradition der liberalen protestantischen Religiosität in Deutschland ableiten lasse.

Die NZZ kritisiert zudem, dass das Druckverbot vieler Hitlerzitate die Forschung in Deutschland stark behindere. Schirrmacher hat als erster Forscher vom Rechteverwalter, dem Bayrischen Finanzministerium, die Erlaubnis erhalten, viele – wenn auch nicht alle – längere Zitate aus Hitlers ‚Mein Kampf‘ kommentiert im Quellenband wiederzugeben.

Der Verlag für Kultur und Wissenschaft, in dem „Hitlers Kriegsreligion“ erschien, bestätigte auf Nachfrage, dass das Interesse an seiner Arbeit in der Schweiz größer sei, als in Deutschland. Die Hälfte der bisher verkauften Exemplare seien in die Schweiz gegangen.

 

Die Rezension kann Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhier im vollen Wortlaut eingesehen werden.

Dokumente

BQ0051_01.pdf