Bonner Querschnitte 22/2009 Ausgabe 106

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Konfessionskunde Österreichs erschienen

(Bonn, 30.06.2009) Als erster Band der „edition ea“ (Evangelische Allianz) erschien die „Konfessionskunde“ des Vorsitzenden der Österreichischen Evangelischen Allianz und langjährigen Leiters von OM Österreich, Frank Hinkelmann. Hinkelmann ist zugleich Dozent für Neuere Kirchengeschichte und Vorstandsmitglied des Instituts für Theologie und Gemeindebau (ITG) in Innsbruck, des österreichischen Zweiges des Martin Bucer Seminars. Zuvor erschien von ihm bereits eine „Geschichte der Evangelischen Allianz in Österreich“.

Dazu bieten wir Ihnen zum Abdruck zwei Kurzrezensionen sowie Cover und ausführliches Inhaltsverzeichnis zum Download.

Rezension 1

Frank Hinkelmann hat eine Konfessionskunde für österreichische Kirchen, Freikirchen und christliche Gemeinschaften herausgebracht. Es ist ein sehr hilfreiches Buch, in dem so ziemlich alles erfasst sein dürfte, was in Österreich vorhanden ist. Sehr hilfreich ist dabei die ausgewogene Art von Beurteilung und Einordnung seitens des Autors, garniert mit verschiedensten Zitaten aus der neueren Geschichte, Selbstzeugnissen, aber auch Beurteilungen Dritter.

Für mich war sehr interessant, dass es zu den Kirchen und Freikirchen immer auch einen kleinen statistischen Teil vorweg gibt. Das hilft einen Eindruck von der „Größe” der Denomination zu bekommen. Aber auch kleinere Gruppierungen und Verbände wie zum Beispiel die Vineyard-Bewegung mit nur zwei Gemeinden in Österreich sind kurz erwähnt.

Peter Brandes in bpb-log unter Opens external link in new windowwww.bpb.at

Rezension 2

Hinkelmann ist aufgrund seiner Dienste mit der Vielfalt in der christlichen Szene vertraut: Er war langjähriger Leiter von Operation Mobilisation Österreich und ist Vorsitzender der Österreichischen Evangelischen Allianz. Nun verfasste er eine Konfessionskunde für Österreich, da er hier bei Christen oft eine nur geringe Kenntnis der jeweils anderen Konfessionen antraf. Ein Kennenlernen der jeweils anderen soll dazu beitragen, einander mit mehr Respekt zu begegnen.

Diese Konfessionskunde gibt einen Gesamtüberblick über die Kirchen in Österreich. Etwa 100 Seiten behandeln die Volkskirchen, die anderen ca. 100 Seiten weitere, vorwiegend freikirchliche Gemeinschaften. Der Anhang, der insgesamt fast zwei Drittel ausmacht, präsentiert Statuten und Glaubensbekenntnisse, hauptsächlich von den protestantischen „religiösen Bekenntnisgemeinschaften“.

Hinkelmann ist „Jäger und Sammler“: Er spürt viel Material auf (auch aus dem Internet) und stellt es zusammen. Der Leser findet hier als „weiterführende Literatur“ also auch zahlreiche (teils kurz kommentierte) „Internetlinks“. Die Lehre der jeweiligen Kirche wird allgemein dargestellt, ohne die österreichspezifische Ausformung dieser Lehre zu veranschaulichen. Die spezifisch österreichische Situation wird in institutioneller Hinsicht erkennbar, indem auch viele kleinere Bewegungen und Gruppen beschrieben werden, z.B. die in Österreich gegründete kath. Loretto-Gemeinschaft, die ökumenisch orientierte „Umkehr zum Herrn“, die charismatisch-israelbetonenden Elaia-Christengemeinden, die sog. Hauskirchen-Bewegung oder Foursquare Austria.
Schließlich ist auch der sehr niedrige Preis dieses fest gebundenen Buches hervorzuheben.

Dr. Franz Graf-Stuhlhofer, Historiker und Publizist

 

Bibliographische Angaben:

Frank Hinkelmann. Konfessionskunde. Handbuch der Kirchen, Freikirchen und christlichen Gemeinschaften in Österreich. Mit einem Anhang wichtiger Dokumente zu Theologie und Glauben der Konfessionen. edition ea, OM Books: Linz, 2009. gebunden 644 S., € 24,90

Dieses Buch kann online bestellt werden unter Opens external link in new windowwww.genialebuecher.de.

 

Download & Links:

 

korrigierte Fassung vom 08.07.2009